Die Isla del Sol im bolivianischen Teil des Titicacasees ist für mich einer der am meisten unterschätzten Orte, die ich auf meiner gesamten Weltreise erlebt habe. Abseits der bekannteren Highlights bietet die Insel eine ruhige, fast schon meditative Atmosphäre, beeindruckende Weitblicke über den See – und eine Wanderroute, die sich perfekt für einen entspannten Tagesausflug eignet.
Die alte Inka-Insel lässt sich zu Fuß von Nord nach Süd (oder umgekehrt) durchqueren, vorbei an kleinen Dörfern, Ziegenherden, uralten Ruinen und weiten Hügellandschaften. Ob als Tageswanderung mit Rückkehr nach Copacabana oder verbunden mit einer Übernachtung auf der Insel – der Besuch lohnt sich in jedem Fall. Alternativ kann man auch davor und/oder danach ein paar Tage auf der Insel verbringen und das langsame Inselleben in vollen Zügen genießen. Sowohl am Start- und Endpunkt der Wanderung gibt es mehrere Unterkunftsmöglichkeiten.
Historisch betrachtet ist die Isla del Sol nicht nur landschaftlich besonders, sondern auch kulturell: Sie gilt als Geburtsort der Sonne und spielt in der Mythologie der Inka eine zentrale Rolle. Der Legende nach stiegen hier der Sonnengott Inti sowie die ersten Inka – Manco Cápac und seine Schwester (und Frau) Mama Ocllo – aus den Tiefen des Titicacasees empor, um das Inkareich zu gründen. Noch heute lassen sich auf der Insel bedeutende Inka-Ruinen besichtigen, wie zum Beispiel der Templo del Sol im Süden oder die Chinkana-Anlage im Norden.
In diesem Artikel findest du alle Infos zur Wanderroute, zur Anreise, zu Unterkünften und was du für deinen Besuch wissen solltest 🙂 .
alles auf einen Blick
Art der Tour: Tageswanderung über die Insel (Nord ↔ Süd)
Dauer: ca. 4–5 Stunden reine Gehzeit, mit Pausen und Stopps gut als Tagestour machbar
Startpunkt: Nord- oder Südseite der Insel (Challapampa oder Yumani)
Anreise: Bootsfahrt ab Copacabana (Bolivien), ca. 1,5–2 Stunden
Strecke: Nord ↔ Süd oder umgekehrt – über alte Inkapfade mit Aussicht auf den Titicacasee
Höhenlage: ca. 3.800–4.100 m – gute Höhenanpassung vorab empfohlen, macht sich auf der Wanderung bemerkbar
Unterkunft: Kleine Hostels oder Gästehäuser in Challapampa (Norden) oder Yumani (Süden)
Verpflegung: Lokale Restaurants mit einfacher Küche; Wasser & Snacks selbst mitnehmen
Kosten: Bootsticket ca. 25–30 BOB (einfache Fahrt), mehrere kleine Gebühren entlang der Route (je 10–20 BOB) → alles in bar, in bolivianischen Pesos
Highlights: Inkaruinen im Norden, heilige Felsen, Sandstrände mit Bademöglichkeiten, Panoramablicke über den See, ursprüngliche Dörfer, Sonnenuntergang mit Panoramablick in Yumani
Beste Reisezeit: Mai–Oktober (Trockenzeit, klare Sicht, angenehmes Wanderwetter)
Klima: Tagsüber sonnig & mild, nachts kalt; starke UV-Strahlung – Sonnencreme & Kopfbedeckung ein Muss
Tipp: Früh losgehen & genug Wasser, Höhenmittel, Bargeld & Sonnenschutz im Daypack mitnehmen – unterwegs gibt es keine Shops oder Geldautomaten
beste Reisezeit
Die beste Zeit für eine Wanderung auf der Isla del Sol ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober. In diesen Monaten ist das Wetter meist sonnig, die Sicht klar, und die Wege sind trocken – ideale Bedingungen für Tageswanderungen über die Insel. Tagsüber kann es angenehm warm bis heiß werden, doch durch die Höhenlage (über 3.800 m) kühlt es nachts stark ab – also unbedingt eine Jacke mitnehmen und auf einen breiten Temperaturbereich vorbereitet sein. In der Regenzeit von November bis März ist die Insel zwar deutlich grüner, aber es kann häufiger zu Niederschlägen, rutschigen Wegen und eingeschränkter Sicht kommen. Wer flexibel ist, wählt daher am besten einen Zeitraum zwischen Juni und September, wenn das Klima am stabilsten und der Himmel oft strahlend blau ist.
Anfahrt zum Titicacasee
Die Isla del Sol liegt im Titicacasee auf der bolivianischen Seite, unweit der Grenze zu Peru. Der Ausgangspunkt für einen Besuch ist fast immer das kleine Städtchen Copacabana. Von dort aus fahren täglich mehrmals Boote zur Isla del Sol. Die meisten Reisenden kommen entweder aus La Paz (Bolivien) oder Puno (Peru) nach Copacabana.
von Puno (Peru) nach Copacabana am Titicacasee
- Transport: Bus
- Buchen: online über busbud.com oder vor Ort in einer der Agenturen in Puno (oder sonst wo in Peru)
- Dauer: 5,5 Stunden
- Kosten: 10 €
Wer aus Peru anreist, kommt meistens über Puno. Über busbud.com findet man einen Bus von Puno nach Copacabana. Wegen dem Grenzübertritt unbedingt auf gültige Ausreise-/Einreisedokumente achten! Dieser fährt ca. 5,5 h und kostet 10€. Copacabana ist recht klein, d.h. du kannst hier einfach zu deiner Unterkunft laufen oder ein Taxi nehmen.
von La Paz (Bolivien) nach Copacabana am Titicacasee
- Transport: Bus
- Buchen: online über busbud.com
- Dauer: 7 Stunden
- Kosten: ab 6 €
Mehrmals täglich fahren Touristen- und Minibusse von La Paz nach Copacabana. Die Fahrt dauert etwa 3,5–4 Stunden. Highlight: Du überquerst den Titicacasee bei Tiquina per Fähre – Bus und Passagiere werden getrennt übergesetzt. Tickets gibt’s ab 6€ online auf busbud.com oder direkt über Agenturen im Zentrum.
Anfahrt zur Isla del Sol
Die Isla del Sol erreichst du mit dem Boot vom kleinen Hafen in Copacabana aus. Täglich fahren mehrere Langboote vom kleinen Hafen ab – entweder in den Süden der Insel (Yumani) oder in den Norden (Challapampa). Die Überfahrt dauert je nach Ziel etwa 1,5 bis 2 Stunden. Wenn du die Insel auf einer Tageswanderung durchqueren willst, ist es ideal, morgens in Challapampa (Norden) zu starten und nachmittags im Süden (Yumani) das Boot zurück nach Copacabana zu nehmen. Alternativ kannst du natürlich auch im Süden starten und umgekehrt laufen. Tickets bekommst du direkt am Hafen von Copacabana (am besten am Vortag oder früh morgens), kosten etwa 20–30 BOB pro Strecke. In der Hochsaison empfiehlt sich frühes Erscheinen, da die Boote schnell voll werden.
- Abfahrtsort der Boote: Hafen von Copacabana (→ Google Maps)
- Buchen: In den kleinen Kiosken am Hafen
- Abfahrtszeit: Als wir die Wanderung gemacht haben, sind die Boote jeweils um 08:30 Uhr und um 13:30 Uhr in Copacabana gestartet – informier dich am besten vorher am Hafen, ob das auch noch aktuell ist.
- Fahrtdauer: 1,5-2 Stunden, je nachdem ob die Wanderung im Norden oder Süden der Insel startest
- Kosten: ca. 20–30 BOB (~4 €) pro Person, einfache Fahrt
gut zu wissen
Wetter & Temperaturen
Das Wetter auf der Isla del Sol ist stark von der Höhenlage geprägt – und das bedeutet vor allem eins: große Temperaturschwankungen. Während es tagsüber meist angenehm mild ist (besonders in der Trockenzeit von Mai bis Oktober), kann es nachts empfindlich kalt werden – teils unter 0 °C. Wer auf der Insel übernachtet, sollte also auf jeden Fall warme Kleidung einpacken. In der Regenzeit (November bis April) kann es häufiger zu Schauern kommen, und die Wege werden stellenweise matschig. Die Trockenzeit hingegen bringt fast täglich Sonne, klare Sicht und ideale Bedingungen zum Wandern. Wichtig in beiden Jahreszeiten: ausreichend Sonnenschutz, denn auf über 3.800 Metern Höhe ist die Sonneneinstrahlung deutlich intensiver als im Flachland.
körperliche Fitness
Die Wanderung ist technisch nicht anspruchsvoll – die Wege sind gut begehbar und auch die Distanz ist mit etwa 12 km überschaubar. Was die Tour dennoch herausfordernd macht, ist die Höhe: Du bewegst dich die ganze Zeit auf rund 3.800–m – und das kann selbst bei gemütlichem Tempo ganz schön anstrengend werden. Wer noch nicht an die Höhe gewöhnt ist, kommt schnell aus der Puste oder bekommt Kopfschmerzen. Es lohnt sich deshalb, vorher 1-2 Tage in Copacabana zu verbringen, um sich zu akklimatisieren. Eine durchschnittliche Grundkondition reicht völlig aus, solange du dir Zeit lässt und regelmäßig Pausen machst.
Gebühren auf dem Weg
Die Insel ist in verschiedene Gemeinden unterteilt – jede erhebt ihre eigene Abgabe. In der Regel zahlst du 10–30 BOB pro Abschnitt, je nachdem, ob du im Norden, Süden oder zwischen den Zonen unterwegs bist. Insgesamt solltest du etwa 30–50 BOB in bar einplanen. Die Gebühren werden direkt vor Ort an Kontrollpunkten oder beim Betreten der Dörfer kassiert – du bekommst jeweils einen kleinen Beleg. Wichtig: Nur bar in Bolivianos möglich, also genügend Kleingeld dabeihaben.
Infrastruktur
Die Infrastruktur auf der Isla del Sol ist einfach, aber ausreichend – vor allem in den beiden Hauptorten Yumani (Süden) und Challapampa (Norden) findest du Unterkünfte, kleine Läden, Cafés und einfache Restaurants. Dort kannst du dich mit Wasser, Snacks oder einer warmen Mahlzeit versorgen. Entlang des Wanderwegs selbst gibt es kaum Verpflegungsmöglichkeiten – es lohnt sich also, zumindest Wasser und einen kleinen Snack im Tagesrucksack dabeizuhaben.
Wenn du auf der Insel übernachtest, kannst du abends in einem der lokalen Restaurants essen – viele haben aber nur bis etwa 20 Uhr geöffnet, besonders in der Nebensaison. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Restaurants und Unterkünfte ganzjährig geöffnet sind. Während der Hauptsaison (Mai–Oktober) ist die Auswahl groß, in der Regenzeit (November–April) kann es hingegen vorkommen, dass einzelne Betriebe geschlossen bleiben. In Yumani sind deine Chancen, spontan etwas zu finden, am besten – trotzdem lohnt sich eine kurze Recherche oder Reservierung im Voraus, gerade bei Übernachtung.
Unterkünfte
Wer eine Nacht auf der Isla del Sol verbringen möchte, findet vor allem in den Orten Yumani (im Süden) und Challapampa (im Norden) eine Auswahl an Unterkünften. Die meisten sind einfache Hostels oder familiäre Gästehäuser, oft mit schönem Ausblick auf den Titicacasee. Die Ausstattung ist schlicht, Warmwasser ist nicht überall selbstverständlich, und Heizung gibt es in der Regel nicht. Dafür sind die Preise fair: Eine Übernachtung kostet je nach Saison und Ausstattung etwa 10–25 € (80–160 BOB) pro Nacht und Person.
Wer vorher reservieren will, findet auf Booking.com ein paar Unterkünfte. Einige Unterkünfte sind allerdings nicht auf Buchungsportalen vertreten. Wir haben zum Beispiel im Hostel Puerta del Sol (→ Google Maps) geschlafen, was wir uns einfach spontan vor Ort gesucht haben.
In der Hauptsaison (Mai–Oktober) ist es sinnvoll, vorab zu reservieren – besonders, wenn du eine bestimmte Unterkunft im Blick hast oder spät ankommst. In der Nebensaison (November–April) haben nicht alle Unterkünfte geöffnet, du solltest dich daher vorher kurz informieren oder lieber auf den etwas belebteren Ort Yumani setzen, wo die Chance höher ist, spontan etwas zu finden. Grundsätzlich gilt: Wer kein Problem mit einfachen Bedingungen hat, wird auf der Insel mit Ruhe, Ausblick und einem echten Anden-Erlebnis belohnt.
Packliste
Für eine einfache Tagestour reicht ein kleiner Tagesrucksack mit:
✅ Wasser (mind. 1,5 l) – es gibt unterwegs keine Einkaufsmöglichkeiten
✅ Sonnenschutz: Sonnencreme, Sonnenbrille, Hut oder Kappe – die UV-Strahlung ist auf 4.000 m extrem
✅ Snacks für unterwegs – z. B. Nüsse, Müsliriegel oder Obst
✅ Schichtkleidung: T-Shirt + wärmere Schicht (z. B. Fleece), Windjacke – morgens & abends kann’s frisch sein
✅ Regenjacke (optional, je nach Jahreszeit)
✅ Bequeme Wanderschuhe oder Trailrunner – die Wege sind staubig, teils steinig
✅ Badesachen – es gibt Bademöglichkeiten auf dem Weg
✅ Kamera oder Smartphone – viele Fotospots!
✅ Etwas Bargeld (in BOB) – für die Bootsfahrt, Gebühren und Essen & Trinken (ca. 10–15 BOB) & kleine Ausgaben
Wenn du mindestens eine Nacht bleibst, kommt Folgendes zusätzlich ins Gepäck:
✅ Zahnbürste + Waschzeug
✅ Kleine Reiseapotheke inkl. Schmerzmittel, ggf. Tabletten gegen Höhenkrankheit
✅ Stirnlampe oder Taschenlampe – es gibt nicht überall durchgehend Strom
✅ Ladegerät + ggf. Powerbank
✅ Wechselsachen & warme Kleidung für abends/nachts – die Temperaturen können deutlich fallen
✅ Ohropax – falls du in einer einfachen Unterkunft mit hellhörigen Wänden schläfst
✅ Kartenspiel o.ä. zur Abendbeschäftigung
✅ Kleines Handtuch (falls du duschen willst)
✅ Genug Bargeld für Unterkunft, Essen und Bootsfahrt – es gibt keine Geldautomaten auf der Insel
die Wanderung & Highlights
- Strecke: 12,2 km, ↗ 380 hm, ↘ 220 hm
- Dauer: ca. 4 Stunden
- Start- und Endpunkt: von Challapampa im Norden nach Yumani im Süden der Insel (auch umgekehrt möglich)
- Eintritt: 2 Zahlstellen unterwegs: 15.000 COP am Haupteingang und 5.000 COP im oberen Bereich des Rundwegs
Im folgenden Abschnitt geht es um die Wanderung von Norden nach Süden, also von Challapampa nach Yumani. Natürlich lässt sich die Route auch problemlos in umgekehrter Richtung wandern.
Die Wanderung startet früh morgens mit dem Boot von Copacabana aus in Richtung Challapampa, dem kleinen Ort im Norden der Isla del Sol. Schon die Bootsfahrt ist ein wahres landschaftliches Highlight und macht Lust auf das, was gleich auf der Insel selbst auf einen wartet. In Challapampa gibt es mehrere kleine Restaurants und Cafés, für diejenigen, die vor der Wanderung noch Energie tanken wollen.
Von hier aus startet die etwa 3–4-stündige Wanderung in Richtung Süden, nach Yumani. Ich bin wirklich bereits auf den erstem Kilometer der Wanderung nicht mehr aus dem Staunen rausgekommen. So schön! Das hatte ich gar nicht so erwartet. Der erste Abschnitt führt dich zur archäologischen Stätte Chinkana, einer alten Inka-Ruine, die vermutlich einst als zeremonieller oder spiritueller Ort diente. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der mystisch wirkende Mesa del Inca – ein großer, flacher Steinblock, der wie ein Tisch aussieht und von mehreren kleineren Steinen umgeben ist. Der Legende nach wurde er für rituelle Zeremonien oder Opfergaben genutzt. Die Kombination aus Geschichte, Aussicht und Stille macht diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten der Wanderung. Direkt neben diesen archäologischen Städten findet man wunderschöne, unerwartet helle Sandstrände, die auch zum Baden einladen.
Weiter geht es über das Hochland der Insel – teils über befestigte Inkapfade, teils über einfache Trampelpfade. Unterwegs erwarten dich weite Ausblicke über den Titicacasee, grasende Lamas, Esel und Schafe sowie die karge, aber eindrucksvolle Landschaft des Altiplano.
Je nach Route passierst du kleinere Gemeinden und zahlst an ein ein paar wenigen Stellen geringe Gebühren für das Passieren lokaler Gebiete. Ziel der Wanderung ist schließlich das Dorf Yumani im Süden. Hier kannst du dir entweder eine Unterkunft und ein Restaurant fürs Abendessen suchen oder vom Hafen aus ein Boot zurück nach Copacabana nehmen. Bevor du zum Hafen hinabsteigst, lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Escalera del Inca, einer alten Inkatreppe mit mehr als 200 Stufen, die dich hinunter zum See führt.
Die Tour ist landschaftlich abwechslungsreich, nicht technisch anspruchsvoll, aber aufgrund der Höhe (ca. 3.800–4.000 m) durchaus fordernd. Mit etwas Zeit und Pausen aber gut machbar.
Kosten
Es gibt keinen einzigen Geldautomat auf der Insel. Nimm also genug Bargeld mit. Neben den Kosten für die Wanderung mit oder ohne Übernachtung, solltest du noch genug Geld für Essen & Getränke dabei haben.
Die Kosten für die Tageswanderung setzen sich zusammen aus…:
✅ Bootsticket: ca. 25–30 BOB pro einfacher Fahrt – Hin- und Rückfahrt zusammen also 50–60 BOB
✅ mehrere kleine Gebühren entlang der Route: je 10–20 BOB, insgesamt ca. 60 BOB (inkl. Puffer) einplanen
Wer zusätzlich auf der Insel übernachten will, sollte genug Bargeld mitnehmen für…:
✅ Unterkunft: ca. 80–160 BOB pro Nacht und Person
✅ Abendessen und Frühstück auf der Insel
Fazit
Ich hatte kaum Erwartungen – und wurde umso mehr überrascht von der atemberaubenden Schönheit dieser Insel mitten im Titicacasee. Kein Wunder, dass die Inka diesem Ort eine so besondere spirituelle Bedeutung zugeschrieben haben – die Atmosphäre dort ist wirklich einzigartig.
Die Tageswanderung über die Insel ist absolut machbar, auch wenn man die Höhe natürlich ein bisschen spürt. Dafür wird man mit spektakulären Ausblicken, faszinierenden Ruinen und einer friedlichen, fast meditativen Stille belohnt. Wer möchte, kann unterwegs sogar baden gehen – das Wasser ist frisch, aber unglaublich klar.
Ich kann nur empfehlen, nicht direkt nach der Wanderung wieder nach Copacabana zu fahren, sondern mindestens eine Nacht auf der Insel zu bleiben. Die unglaubliche Landschaft kommt im Sonnenuntergang nochmal ganz anders rüber, und ich hätte ehrlich gesagt noch eine ganze Woche dort verbringen können. Die Ruhe, die Natur, die besondere Stimmung – Isla del Sol hat mich tief beeindruckt und zählt für mich zu den schönsten Orten Südamerikas.