Salento ist ein kleines, buntes Dorf mitten in der berühmten kolumbianischen Kaffeeregion – und zählt inzwischen zu den beliebtesten Reisezielen des Landes. Die meisten kommen wegen des spektakulären Cocora-Tals mit seinen ikonischen Wachspalmen hierher, doch Salento hat noch weit mehr zu bieten: farbenfrohe Häuser, gemütliche Cafés, eine entspannte Atmosphäre und jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge in die umliegende Natur. Ja, es ist touristisch – aber zurecht. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Aktivitäten und Highlights du rund um Salento auf keinen Fall verpassen solltest – von Kaffeetouren über Pferdereiten bis hin zu versteckten Wanderrouten.
alles auf einen Blick
Ort: Kleines Bergdorf in der kolumbianischen Kaffeeregion (Departamento Quindío)
Lage: Auf ca. 1.900 m Höhe in den Zentralkordilleren der Anden, umgeben von wunderschöner Natur
- Erreichbarkeit: Ab Cali, Medellín oder Bogotá per Flug/Bus nach Pereira oder Armenia, dann ca. 1–1,5 Stunden Fahrt
- Beliebteste Aktivität: Wanderung durchs Cocora-Tal mit den höchsten Wachspalmen der Welt
- Weitere Highlights: Kaffeetouren, Pferdereiten, Vogelbeobachtung, Mountainbiking, Flussausflüge, Wasserfälle
- Stimmung: Bunt, entspannt & touristisch – beliebter Spot für Backpacker und Naturfans
- Unterkünfte: Von günstigen Hostels bis zu charmanten Eco-Lodges – viele mit Blick ins Grüne
- Beste Reisezeit: Juli–September & Dezember–Februar (Trockenzeit)
- Klima: Mild & feucht – Tageswerte meist 18–24 °C, kurze Regenschauer jederzeit möglich
- Tipp: Regenschutz, bequeme Wanderschuhe und Kamera nicht vergessen – und ruhig mal abseits der typischen Routen unterwegs sein!
beste Reisezeit
Salento kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen, denn die Temperaturen sind das ganze Jahr angenehm – tagsüber meist zwischen 18 und 24 °C. Allerdings liegt das Dorf in den Anden auf rund 1.900 m Höhe, und das Klima ist entsprechend wechselhaft. Regen ist jederzeit möglich, oft sogar täglich – meist aber nur in kurzen, kräftigen Schauern. Die trockensten Monate sind Juli bis September sowie Dezember bis Februar – in dieser Zeit hast du die besten Chancen auf sonnige Tage im Cocora-Tal. Da Salento mittlerweile sehr beliebt ist, kann es rund um Feiertage und in der Hochsaison (vor allem Weihnachten, Ostern und in den Sommerferien) voll werden – wenn du kannst, reise also lieber unter der Woche oder außerhalb der kolumbianischen Ferien.
Anfahrt nach Salento
Iquitos ist die größte Stadt im
von Cali nach Salento
- Transport: Flugzeug
- Buchen: Finde die beste Flugverbindung über skyscanner.de
- Dauer: Direktflug ab Lima ca. 2 Stunden, ab sonstigen Flughäfen eigentlich immer mit mind. einem Umstieg
- Kosten: ab 35€ (ab Lima)
Wer bereits in Peru ist und auf schnellstem Weg nach Iquitos gelangen möchte, nimmt einfach einen Inlandsflug. Die beste Flugverbindung und den günstigsten Flug findest du auf skyscanner.de.
von Medellín nach Salento
- Transport: Frachtschiff (lokale Variante) oder Speedboat (Touri-Variante)
- Buchen: vor Ort je nach Abfahrtsort
- Dauer:
- Kosten:
- Von La Paz:
Mehrmals täglich fahren Touristen- und Minibusse von La Paz nach Copacabana. Die Fahrt dauert etwa 3,5–4 Stunden. Highlight: Du überquerst den Titicacasee bei Tiquina per Fähre – Bus und Passagiere werden getrennt übergesetzt.
→ Tickets gibt’s ab ca. 30–50 BOB (4–7 €) direkt am Busbahnhof oder über Agenturen im Zentrum.
das Cocora Tal - die höchsten Wachspalmen der Welt
Salento kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen, denn die Temperaturen sind das ganze Jahr angenehm – tagsüber meist zwischen 18 und 24 °C. Allerdings liegt das Dorf in den Anden auf rund 1.900 m Höhe, und das Klima ist entsprechend wechselhaft. Regen ist jederzeit möglich, oft sogar täglich – meist aber nur in kurzen, kräftigen Schauern. Die trockensten Monate sind Juli bis September sowie Dezember bis Februar – in dieser Zeit hast du die besten Chancen auf sonnige Tage im Cocora-Tal. Da Salento mittlerweile sehr beliebt ist, kann es rund um Feiertage und in der Hochsaison (vor allem Weihnachten, Ostern und in den Sommerferien) voll werden – wenn du kannst, reise also lieber unter der Woche oder außerhalb der kolumbianischen Ferien.
Kaffeetouren
Die Kaffeeregion rund um Salento gehört zu den bekanntesten und besten der Welt – und eine Kaffeetour darf bei deinem Besuch auf keinen Fall fehlen. Viele kleine Familienbetriebe und größere Plantagen bieten Führungen an, bei denen du den gesamten Prozess von der Bohne bis zur Tasse kennenlernen kannst. Von der Pflanzung über die Ernte bis zur Röstung erfährst du viel Wissenswertes über den Anbau und die traditionelle Verarbeitung.
Die meisten Touren beinhalten auch eine Verkostung frisch gebrühten kolumbianischen Kaffees – ein echtes Highlight für Genießer. Ob du dich für eine kurze, halbtägige Tour entscheidest oder eine ausführlichere Führung mit Wanderung durch die Plantagen – es gibt Optionen für jedes Interesse und jeden Zeitplan.
Besonders beliebt sind die Fincas Don Elias, El Ocaso und La Serrana – sie bieten authentische Einblicke, professionelle Führungen und oft auch tolle Kaffee-Verkostungen in wunderschöner Umgebung. Viele Anbieter holen dich direkt in Salento ab und verbinden die Tour mit spannenden Erklärungen zur Kultur und Geschichte der Region. Für Kaffee-Liebhaber ist so eine Tour nicht nur lehrreich, sondern auch ein besonderes Erlebnis, das tiefe Einblicke in das Herz Kolumbiens bietet. Ich selbst war bei der Finca El Ocaso und kann sie sehr empfehlen.
Pferdereiten
Eine der beliebtesten Aktivitäten in Salento – neben dem Cocora-Tal – ist ein Ausritt durch die grüne Hügellandschaft rund um das Dorf. Verschiedene Anbieter vor Ort organisieren Touren von 1–4 Stunden, bei denen du auf kleinen Pfaden durch Kaffeeplantagen, Flüsse, Wälder und malerische Täler reitest. Ein Highlight vieler Routen ist der Wasserfall Cascada Santa Rita, den du meist nur zu Pferd oder per langer Wanderung erreichst.
Das Beste: Reiterfahrung ist nicht nötig. Die Pferde sind gut trainiert, die Guides achten auf Sicherheit und passen das Tempo an die Gruppe an. Auch Anfänger oder Reitneulinge können problemlos teilnehmen. Meist bekommst du vor dem Start eine kurze Einweisung und dann geht’s im gemütlichen Tempo los.
Die Touren starten in der Regel direkt in Salento oder wenige Minuten außerhalb. Preise liegen je nach Dauer und Anbieter zwischen 60.000 und 100.000 COP (ca. 15–25 €). Feste Schuhe, lange Hose und Sonnenschutz sind auf jeden Fall empfehlenswert. Oft sind die Touren mit einem Stop bei einem in der Natur gelegenen Café verbunden, wo man die herrliche Aussicht genießen kann.
Ich hatte meinen Ausritt bei Cabalgatas Salento Tour ( Google Maps) gebucht und war sehr sehr zufrieden! Unerwartet hab ich dort eine private Tour bekommen, weil sich niemand anders an dem Tag gemeldet hatte. Das war meine allererste Reiterfahrung und ich war echt begeistert.
Übrigens ist Pferdereiten auch im Cocora Valley möglich. Du kannst einfach mit den Willy Jeeps, die am zentralen Plaza de Bolívar ( Google Maps) in Salento abfahren dort hin gelangen und vor Ort einen Ausritt durch die Landschaft mit Wachspalmen buchen.
Flussausflüge
Rund um Salento findest du mehrere kleine Flüsse, Bäche und natürliche Pools, die sich perfekt für entspannte Flussausflüge oder ein erfrischendes Bad in der Natur eignen. Besonders an heißen Tagen sind solche Ausflüge eine tolle Abwechslung zum Wandern oder Reiten. Beliebt sind beispielsweise Touren zu klaren Naturpools mit kleinen Wasserfällen, die oft auch schöne Picknickplätze bieten. Einige Anbieter bieten zudem geführte Flusswanderungen oder sogar Canyoning-Touren an – ideal für alle, die ein bisschen mehr Abenteuer suchen. Kajaktouren sind in der weiteren Region möglich, meistens entlang größerer Flüsse wie dem Río Quindío.
Wanderungen
Die Gegend um Salento bietet eine Vielzahl von Wanderwegen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die durch Kaffeeplantagen, dichten Nebelwald und malerische Täler führen. Besonders beliebt sind Wanderungen zu verschiedenen Wasserfällen, wie etwa der Cascada Santa Rita oder der Cascada del Río Negro – hier kannst du Natur pur erleben und zwischendurch immer wieder in kühlen Pools baden. Neben dem berühmten Cocora-Tal gibt es viele weniger frequentierte Pfade, die ideal sind, um abseits der Touristenströme die üppige Flora und Fauna zu entdecken. Egal, ob kurze Spaziergänge oder mehrstündige Trekkingtouren – Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten.
Vogelbeobachtung
Die Region rund um Salento ist ein echtes Paradies für Vogelbegeisterte – nicht umsonst gilt Kolumbien als das artenreichste Land der Welt, was Vögel angeht. Allein rund um Salento kannst du mit etwas Glück bunte Tukane, Kolibris, Papageien, Andenkondore, Motmots und unzählige weitere Arten entdecken. Besonders früh am Morgen und in der Abenddämmerung sind die Chancen am besten – und mit einem erfahrenen Guide siehst (und hörst!) du garantiert mehr.
Es gibt spezielle Birdwatching-Touren, die von lokalen Naturguides angeboten werden – entweder zu Fuß oder mit dem Jeep in abgelegenere Gebiete. Auch auf Wanderungen durchs Cocora-Tal oder bei Ausritten kann man immer wieder spannende Sichtungen machen. Wer lieber auf eigene Faust loszieht, hat im Umland von Salento, z. B. in Richtung Valle de la Carbonera oder entlang des Camino Nacional, ebenfalls gute Chancen.
Ein Fernglas ist definitiv von Vorteil – und Geduld sowieso. Aber selbst ohne großes Equipment ist es einfach beeindruckend, wie viele Vögel du hier mit bloßem Auge und Ohr wahrnehmen kannst.
Mountainbiking
Wer Lust auf etwas mehr Action hat, kann die grüne Hügellandschaft rund um Salento auch mit dem Mountainbike erkunden. Die Umgebung bietet eine Mischung aus Naturwegen, Schotterstraßen und kleinen Offroad-Passagen – perfekt für alle, die Bewegung mit Ausblick kombinieren wollen. Besonders beliebt sind Abfahrten vom Alto de la Línea, Touren durch das Cocora-Tal (für geübte Biker!) oder entspannte Fahrten vorbei an Kaffeeplantagen und Flüssen.
Fahrräder kannst du direkt in Salento mieten, teils sogar mit geführten Touren oder Shuttle-Service für die bergigen Abschnitte. Die Qualität der Bikes variiert, daher lohnt sich ein kurzer Check vor Abfahrt. Viele Verleiher bieten auch Helme und ggf. Schutzkleidung mit an.
Ob du dich für eine sportliche Strecke oder eine gemütliche Landpartie entscheidest – Mountainbiken ist eine tolle Möglichkeit, Salento abseits der Hauptwege zu erleben und dabei die spektakuläre Landschaft in deinem eigenen Tempo zu genießen.
To-dos in Salento selbst
- Die bunten, fotogenen Straßen und Häuser erkunden
Entspannte Atmosphäre auf dem Hauptplatz (Plaza de Bolívar) genießen
Cafés, Restaurants und kleine Shops mit regionalen Handwerksprodukten besuchen
Aussichtsplattform Mirador de Salento und Mirador Alto de la Cruz für Panoramablicke aufs Dorf und die Berge
Lokale Bars mit Livemusik am Abend entdecken
Kolumbianische Spezialitäten in den Restaurants probieren
Souvenirs und handgemachte Produkte einkaufen
- bei schlechtem Wetter (es regnet recht häufig): einfach in der Hängematte in deinem Hostel chillen
weitere To-dos rund um Salento
Besuch im Museo del Café: Erfahre mehr über die Geschichte und Kultur des kolumbianischen Kaffees – perfekt, wenn du dich noch tiefer mit der Region beschäftigen möchtest.
Kunsthandwerksmärkte: Neben den üblichen Souvenirläden gibt es kleine Märkte und Workshops, in denen du traditionelle Handwerkskunst entdecken und sogar selbst ausprobieren kannst.
Yoga und Wellness: Einige Unterkünfte und Studios bieten Yoga-Kurse oder Massagen an – ideal, um nach einer Wanderung zu entspannen.
Kulinarische Workshops: Manchmal werden Kochkurse angeboten, bei denen du lernst, kolumbianische Spezialitäten zuzubereiten.
Besuch eines lokalen Bauernhofs: Um mehr über die Landwirtschaft und das tägliche Leben der Einheimischen zu erfahren, bieten einige Fincas Führungen und Aktivitäten an.
Bike-Touren auf Nebenstraßen: Für Mountainbike-Fans gibt es auch ruhigere Strecken abseits der Hauptwege.
Kulturelle Veranstaltungen und Feste: Je nach Jahreszeit finden in Salento kleine lokale Feste, Tanzveranstaltungen oder Konzerte statt.
Schlechtwetter-Tipps
Museen und Cafés: Nutze die Zeit für einen entspannten Tag in gemütlichen Cafés oder im Museo del Café.
Indoor-Aktivitäten: Einige Lodges oder Unterkünfte bieten Kochkurse, Yoga oder kleine Workshops an – perfekt, um kreativ zu werden oder zu entspannen.
Wellness und Massage: Gönn dir eine Massage oder Wellnessbehandlung in Salento.
Planung und Vorbereitung: Nutze die Zeit, um Ausflüge für die nächsten Tage zu planen oder lokale Produkte und Spezialitäten einzukaufen.
Filme und Bücher: Viele Unterkünfte haben eine kleine Bibliothek oder bieten Filmabende an – ideal, um es sich gemütlich zu machen.
Fazit
Salento ist zwar definitiv touristisch – aber auf eine sympathische, entspannte Art, die nicht nervt oder überlaufen wirkt wie manch andere Hotspots in Kolumbien. Die bunte Dorfkulisse, die gemütlichen Cafés und die freundlichen Menschen schaffen eine angenehme Atmosphäre, in der man sich schnell wohlfühlt. Und das Beste: Schon nach wenigen Minuten Fußweg ist man raus aus dem Ort und mitten in der beeindruckenden Natur der Kaffeeregion, mit ihren Hügeln, Wasserfällen und dem berühmten Cocora-Tal.
Die zahlreichen Ausflugsziele rund um Salento bieten für jeden Geschmack etwas – ob Wandern, Reiten, Vogelbeobachtung oder einfach nur Entspannen. Dadurch ist Salento der perfekte Ort, um runterzukommen, abzuschalten und die Ruhe der Natur zu genießen, ohne dabei auf gute Infrastruktur und kulinarische Highlights verzichten zu müssen.
Wer also Kolumbien intensiv erleben möchte, findet in Salento eine wunderbare Kombination aus Natur, Kultur und Gemütlichkeit.