Ein aktiver Vulkan, dampfende Lavafelder und der Geruch von Schwefel in der Luft – die Tageswanderung auf den Pacaya Vulkan gehört definitiv zu den Highlights rund um Antigua, Guatemala. Der rund 2.500 Meter hohe Vulkan zählt zu den aktivsten des Landes und ist trotzdem relativ leicht zugänglich – ideal für alle, die Lust auf ein bisschen Abenteuer haben, aber keine tagelange Bergtour machen wollen.
Das Beste: Der Ausflug erfordert kaum Planung. In Antigua bieten zahlreiche Agenturen tägliche Touren an – einfach buchen, einsteigen und loswandern. Wir haben den Trip spontan gemacht und wurden mit einer eindrucksvollen Landschaft belohnt: schwarzer Lavaboden, Ausblicke auf andere Vulkane in der Ferne und – als witziges Extra – Marshmallows rösten über warmen Lavaöffnungen.
In diesem Artikel erfährst du alles über die Buchung der Tour, den Ablauf, was du mitbringen solltest und ob sich der Ausflug wirklich lohnt 🙂 .
alles auf einen Blick
Gesamte Wanderung: ca. 5–6 km (Hin- und Rückweg), rund 400–500 Höhenmeter
Dauer: ca. 1,5–2 Stunden Aufstieg, insgesamt ca. 5 Stunden inklusive An- und Abreise
Startpunkt / nächstgelegene Stadt: Antigua – Ausgangspunkt für Buchung, Abholung und Rückkehr
Höchster Punkt: ca. 2.500 m – mit Blick auf Lavafelder und ggf. aktive Rauchstellen
Höhenlage: zwischen ca. 1.900 m und 2.500 m – keine Akklimatisierung erforderlich
Schwierigkeit: leicht bis moderat – gut machbar mit durchschnittlicher Fitness; teilweise staubig und steil
Organisation: tägliche Touren ab Antigua, einfach über lokale Agenturen buchbar
Verpflegung: meist nicht inklusive – Snacks und ausreichend Wasser selbst mitbringen
Equipment: feste Schuhe, Sonnen- und Regenschutz, evtl. Wanderstöcke; warme Kleidung für windige Abschnitte
Beste Reisezeit: November bis April (Trockenzeit); Mai–Oktober mit höherem Regenrisiko
Kosten: ca. 15–25 € (Q125–200) pro Person für eine geführte Tour inkl. Transport & Guide (Eintritt ggf. extra)
beste Reisezeit
Die beste Zeit für eine Wanderung auf den Pacaya Vulkan ist während der Trockenzeit von November bis April. In diesen Monaten ist das Wetter am stabilsten, die Wege sind trocken und die Sicht auf die umliegenden Vulkane meist klar. Besonders frühmorgens oder am späten Nachmittag ist die Atmosphäre eindrucksvoll – mit etwas Glück siehst du sogar Rauch aus dem Krater aufsteigen.
In der Regenzeit (Mai bis Oktober) ist die Wanderung grundsätzlich auch möglich, aber es kann rutschig werden und die Sicht ist oft eingeschränkt. Viele Touren finden trotzdem statt – also kein Grund, es ganz zu streichen, aber spontane Wetterumschwünge solltest du einplanen.
gut zu wissen
Wetter & Temperaturen
Da der Pacaya auf rund 2.500 m Höhe liegt, kann es auch an warmen Tagen überraschend kühl und windig werden – vor allem in höheren Lagen und bei bewölktem Wetter. In der Trockenzeit (Nov–Apr) ist es meist sonnig und klar, mit angenehmen Temperaturen zwischen 15 und 25 °C während der Wanderung. In der Regenzeit (Mai–Okt) musst du besonders am Nachmittag mit kurzen, aber heftigen Schauern rechnen – ein Regencape oder eine wasserfeste Jacke gehört dann auf jeden Fall ins Gepäck. Unabhängig von der Jahreszeit kann es oben deutlich frischer und windiger sein als am Startpunkt, daher empfiehlt es sich, eine warme Schicht zum Überziehen dabeizuhaben.
körperliche Fitness
Die Wanderung auf den Pacaya gilt als leicht bis moderat und ist für Menschen mit durchschnittlicher Fitness gut machbar. Der Aufstieg dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden, führt teils über lockeren Lavagrus und kann je nach Wetter staubig oder rutschig sein – aber es handelt sich keinesfalls um keine technische Bergtour. Die größte Herausforderung ist oft eher der Staub, die Sonne oder der Wind – weniger die Strecke selbst. Auch Kinder und ältere Reisende schaffen die Tour in der Regel problemlos.
Organisation & Komfort
- „All inclusive“ Touren: Die geführten Touren beinhalten i.d.R, alles vom Hin- und Rücktransport von/nach Antigua, der Verpflegung, Unterkunft im Basecamp, Leih-Equipment und dem Guide
- Unterkunft: Im Basecamp schläft man in einfachen Unterkünften (Hütten), die man sich normalerweise mit mehreren anderen Teilnehmern teilt. Auf Anfrage gibt es auch private Unterkünfte. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Duschen und nur einfache Toiletten (Plumpsklo)
- Verpflegung: alle Mahlzeiten sind inbegriffen, für vegetarische/vegane Optionen am besten vorher nachfragen
- Du trägst deine Sachen selbst: Verpflegung, Leih-Equipment etc. sind inbegriffen, aber du trägst alles auf deinem eigenen Rücken – also pack minimalistisch, aber durchdacht
Buchung & Kosten
Die Wanderung auf den Pacaya Vulkan ist sehr unkompliziert zu organisieren – in Antigua findest du an nahezu jeder Ecke Agenturen, die tägliche Touren anbieten, meist am Vormittag und/oder Nachmittag. Eine Buchung am Vortag reicht völlig aus, viele Hostels und Hotels vermitteln die Touren direkt. Die Preise liegen je nach Anbieter bei etwa Q150–200 (ca. 20–25 €) und beinhalten meist den Transport (Hin- und Rückfahrt), einen lokalen Guide sowie kurze Pausen unterwegs. Der Eintritt zum Nationalpark (Q50 / ca. 6 €) ist in der Regel nicht inklusive und du musst ihn zusätzlich in bar vor Ort bezahlen – also besser etwas Kleingeld dabeihaben. Wer es besonders bequem möchte, kann auch private Touren oder Touren mit Snacks und zusätzlichem Equipment buchen.
Packliste
✅ Feste Schuhe (Wanderschuhe oder gute Sneaker)
✅ Warme Kleidung / Windjacke (es kann oben frisch sein)
✅ Regenschutz (v. a. in der Regenzeit)
✅ Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille, ggf. Hut)
✅ Wasser (mind. 1 Liter)
✅ Snacks (z. B. Nüsse, Riegel, Banane)
✅ Kamera oder Smartphone
✅ Etwas Bargeld in Quetzales (für Eintritt, Snacks & Getränke oder Trinkgeld)
Ablauf der Tour
Fazit
Die Wanderung auf den Pacaya ist ein super entspannter Tagesausflug, der sich perfekt auch dann anbietet, wenn das Wetter mal nicht ganz postkartenreif ist. Da es keine Gipfelbesteigung im klassischen Sinne ist, sondern eher eine moderate Tour durch verschiedene Landschaftszonen bis zum Lavafeld, ist sie auch bei Wolken oder leichtem Nieselregen problemlos machbar – und irgendwie passt das mystische Wetter sogar zur Vulkanstimmung. Besonders angenehm: Die gesamte Tour ist komplett organisiert, inklusive Transport, Guide, Nationalpark-Eintritt und meist auch kleinen Pausenstopps. Man muss nichts selbst planen – einfach einsteigen und los geht’s. Trotzdem wirkt es nicht übertrieben touristisch: Die Gruppen sind meist überschaubar, die Guides freundlich und die Stimmung entspannt. Ich habe die Tour gleich zweimal gemacht – bei meinem allerersten Backpacking-Trip im Jahr 2016 und dann wieder auf meiner Weltreise 2024. Die Route war diesmal leicht anders, aber das Erlebnis im Kern dasselbe: Vulkangeröll, Lavawärme, Marshmallows – und dieses ganz besondere Grollen aus dem Inneren der Erde. Für mich ist der Pacaya ein Ausflug, den ich jederzeit wiederholen würde – ideal für alle, die Natur erleben wollen, ohne sich komplett zu verausgaben.